26.10. – Nationaler Feiertag für Österreich!?

Ein paar (lose) Gedanken zum Nationalfeiertag:

Ich lebe gerne in meinem Land, weil …
… es das Recht auf freie Meinungsäußerung (nicht nur auf dem Papier) gibt.
… wir genug (und Gutes) zu essen und zu trinken haben, auch Trinkwasser.
… die Landschaft wirklich wundervoll ist, weil es (durchschnittlich) nicht zu heiß und nicht zu kalt, weder zu verregnet noch zu trocken ist. Ich brauche nicht weit zu gehen/fahren, um mitten in der Landschaft Erholung zu finden.
… wir (halbwegs) neutral sind. Es ist nicht so schlecht, dass unser Militär alleine nicht in der Lage wäre, feindliche Angriffe abzuwehren. Die EU: am wichtigsten als Friedensprojekt.

Weniger gut an Österreich und seinen BewohnerInnen finde ich …
… den zunehmenden Rechtsruck. Scheinbar hat die junge Generation zu wenig in Geschichte aufgepasst. Was wir erleben, darf nicht noch extremer werden. Falls sich die Krise noch deutlich verschärfen sollte (statt aufzuhören), ohne Aussicht auf rasche Besserung, droht einiges an Konflikten offen auszubrechen.
… die Abwendung von einer religiös-dankbaren Haltung. Religion, Kirche ist im Verschwinden bei jungen (wie älteren) Leuten, Dankbarkeit muss dem Fordern weichen. Alle wollen am liebsten das Beste nur für sich und ihre Gruppe. Neid auf die anderen, die scheinbar mehr bekommen. Religion und Dankbarkeit hängen m.E. stark miteinander zusammen.
… die Medienlandschaft, sowohl was TV als auch was das Zeitungswesen betrifft. Einheitsbrei und amerikanisierte Serien im TV, Schlagzeilen statt Inhalte in den (meisten) Zeitungen. Warum die Kronenzeitung so häufig gelesen wird, verstehe ich nicht und schreckt mich auch ab.

… den Umgang mit dem Klimawandel. Es wird persönlich viel zu wenig getan, kaum eine(r) verzichtet auf’s Auto, politisch ist noch immer der Straßenbau (und ein Niederknien vor der Lobby der Pendler und Autofahrerclubs) beliebter als eine wirkliche Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs.

(Ohne Anspruch auf subjektive Vollständigkeit.)

Ob Österreich national zu feiern ist? Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich jedem/jeder selbst.

Advertisements

2 Antworten zu “26.10. – Nationaler Feiertag für Österreich!?

  1. Der kommentar der jetzt kommt, ist nich unbedingt auf den obigen Artikel bezogen, aber kommentieren des ganzen Blogs ist nunmal nicht moeglich. Also:
    – Rainer, ich finds supa, dass ich jetzt wieder was von deinen Gedanken mitbekomme. Zum diskutieren ist glaub ich zu viel Land und Meer zwischen uns.
    – Oesterreich hat super Essen und tolles Wetter, ja! Aber Gleichstellung von Frauen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind immer noch Themen die geloest werden muessen (Skandinavien ist hier ganz anders).
    – Religoese Jugend: Kann es sein, dass du das von einem zu katholischen Standpunkt aus siehst? Ich glaube, viele Jugendliche in Oesterreich sind religioes, stehen dazu, zeigen und leben das. Der Grossteil davon gehoert vielleicht dem Islam an, aber gelebter Glaube ist gelebter Glaube, oder?
    – Theologie und Leben: Spannend. Ich freu mich auf weitere Gedankenstuecke von dir. Bleib so locker und schreib einfach. Ueberleg ned lang obs logisch ist, oder ned. Einfach alles aufschreiben fuer uns (mich).

    Schoene Gruesse aus einem religoesen, aber nicht katholischen Norwegen, Sara

    • Danke, Sara, für deine Ergänzungen!
      Ich hab nur das erwähnt, was mir spontan an Positivem/weniger Positivem eingefallen ist zu unserem Land. Du erwähnst ganz wichtige Punkte (Gleichstellung der Frau; Vereinbarkeit Familie & Beruf), mit denen wir uns (bzw. unsere PolitikerInnen sich) wahrscheinlich/leider noch länger herumplagen werden.
      Zur religiösen Jugend: Ich glaub nicht, dass ich „das von einem zu katholischen Standpunkt aus“ sehe. (Als Pastoralassistent habe ich aber natürlich einen Standpunkt, den andere zwangsweise als „katholisch“ sehen, aber ich denke kaum in diesen Kategorien … Vielleicht schreib ich mal darüber was …) Ok, ich habe die Kirche erwähnt („Kirche ist im Verschwinden“), aber das mein ich so, dass ich es nicht schade wegen der Kirche finde, sondern wegen der Ideen/Gedanken/Werte, die durch sie vermittelt werden (können). Also: Ich glaube, dass eine klar religiöse Haltung (ob katholisch-kirchlich oder islamisch oder naturreligiös oder sonstwie) , die reflektiert ist, stark im Abnehmen ist. Jeder Mensch dürfte m.E. religiöse Fragen, Sehnsüchte, … haben, aber ihnen wird kaum nachgegangen. Ist ja auch out …
      Liebe Grüße aus einem nicht sehr katholischen Österreich
      Rainer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s