Augustgebirgsimpressionen

Die Morgensonne, kaum über der gegenüberliegenden Bergkette aufgestiegen, taucht die Hochebene in weißes Licht, lässt die Bäume (Lärchen? Kiefern? Föhren?) lange Schatten werfen. Die sumpfige Wiese, auf der Wollgras und Heidelbeersträucher gedeihen, ist, noch ganz vom Morgentau bedeckt, eine einzige schimmernde Fläche, der Gebirgsbach, der sich mäanderförmig durch die Ebene schlängelt, glitzert und schillert im frühen Licht. Ich sitze in einer kleinen Felsenhöhle, zu der ich hochgestiegen bin, und starre auf die Landschaft unter mir, mein olivgrünes Zelt, in dem ich die Nacht verbracht habe, steht mittig auf einer leicht schrägen Anhöhe und verschmilzt mit der Natur rundherum. Als gehörte es dorthin. Ich höre das Wasser, wie es von oben vom Berg kommt, bevor es unten zu glitzern anfängt, das glasklare, kalte Wasser, mit dem ich mein Gesicht erfrische und das ich auch trinke. Sonst liegt Stille über diesem fast unberührten Landstrich. Nur ich und die Natur.

Es ist schön. Alles ist gut. Hier könnte jemand geschrieben haben: Und Gott sah, dass es gut war. So empfinde ich es in diesen kostbaren Augenblicken …

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Eine Antwort zu “Augustgebirgsimpressionen

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