„Flühlingslolle“ – der Neujahrswettbewerb

Heute am Nachmittag, in Erinnerung an das gestrige gute chinesische Essen bei Freunden, tauchte wieder einmal das Wort „Flühlingslolle“ in meinem Kopf auf. („Hallo, glüß Gott, hiel Lainel Haudum, ich möchte geln eine Flühlingslolle und Ente geblaten, abel bitte knusplig …“) Zum ersten Mal zählte ich die „l“s (in „Flühlingslolle“) im Kopf, und es waren (und sind noch immer) 5 an der Zahl. Ok, welche Wörter mit 5 „l“s („L“s) gibt’s sonst noch? … Gar nicht so leicht, kam ich nach ein paar Sekunden drauf, leichter sind Wörter mit 4 „a“s/„A“s zu finden („Antananarivo“ ist die Hauptstadt von „Madagaskar“, die Madagaskarnaskaten, ich meine, die Bewohner von Madagaskar mögen „a“s …). Aber ich stellte mich der Herausforderung, und nach einer halben Stunde (in der ich hauptsächlich andere Sachen machte, immerhin war ich mit meiner Familie unterwegs) hatte ich drei beisammen. Ok, bei den ersten beiden hab ich mich ein wenig drübergeschwindelt, aber das dritte Wort war realistisch. Ich arbeitete aber schon mit einer kleinen Erschwernis-Regel, die ich unten (unter „Zusatzregel 1“) erklären werde; alle drei Wörter folgten dieser Regel.

Ziemlich schnell war mir klar, ich möchte möglichst viele Wörter mit 5 „l“s sammeln, und was eignet sich besser dazu, Menschen zur Teilnahme zu animieren, als ein Wettbewerb mit Preisausschüttung? Nichts. Also. Und somit folgt jetzt die Wettbewerbsausschreibung: [hier Sound einfügen – bitte selbst im Kopf]

theologieundleben- Blog-Neujahrs-Wettbewerb „Flühlingslolle“

teilnahmeberechtig: jede(r) – außer mir selbst

Teilnahmeschluss: Sonntag, 16. Jänner 2011, 24.00 Uhr (also eine Woche Zeit zum Überlegen)

Zu finden: ein Wort mit 5 (oder mehr) „l“s (und/oder „L“s)

Aber (Zusatzregel 1): das Wort darf höchstens aus 2 eigenständigen Wörtern zusammengesetzt sein (z.B. „Apfelbaum“ aus „Apfel“ und „Baum“ wäre – was die Zusatzregel 1 betrifft – gültig, hat aber 4 „l“s zu wenig)!!!

Beispiel (für ein Wort, das nicht erlaubt ist im Wettbewerb):

Lauslarvenlivebeschallung

Erklärung: In Südostsibirien ist es am Neujahrstag üblich, dass die Männer der örtlichen Blasmusik mit ihren Tubas hinaus in den Wald gehen – bei diesem Unternehmen allerdings nur mit Unterhosen bekleidet – und den Larven der in den Baumrinden überwinternden Läusen ein Neujahrsständchen vorspielen. Der Volksglaube sagt, dass dadurch im gerade beginnenden Jahr durch diese Live-Beschallung der Lauslarven weniger Läuse ausschlüpften und somit die Bewohner Südsibiriens weniger Läuse aushalten müssten. Biologen sind sich allerdings nicht sicher, ob die Lauslarven den Lärm nicht aushalten, oder doch durch die halbnackten Männer so erschreckt würden, dass sie beschlössen, dieses Jahr nicht zu schlüpfen – den Anblick wollten sie sich kein zweites Mal geben … (Viele sind sich jedoch einig darin, dass es eher ein Ritual ist, bei dem Mann die eigene Männlichkeit beweisen kann.)

Erklärung: top, Regeleinhaltung: flop (4 statt 2 eigenständige Wörter). (Ja, bei schwierigen Wörtern sind Erklärungen hilfreich …)

Und (Zusatzregel 2): R.H. behält es sich vor, sinnlose Wörter (wie z.B. „lalelilolu“ oder „lllllustig!“) oder obszöne o.ä. Wörter aus dem Wettbewerb zu entfernen.

Und (was eigentlich logisch sein sollte): Pseudo-Chinesisch-Deutsch (wie „Flühlingslolle“) ist nicht erlaubt. Deutsch only.

Jede(r) TeilnehmerIn darf max. 5 (voneinander unabhängige) Wörter mit 5 „l“s einschicken.

Wie kommen die Wörter zu mir? Per SMS (wer meine Nr. hat), per Post (wer meine Adresse hat), per E-Mail (theologieundleben@wordpress.com, ähm, falsch, bitte an rainer.haudum@dioezese-linz.at), per Kommentar zu diesem Blogeintrag oder per Facebook-Nachricht. Bitte in jedem Fall deinen Namen dazuschreiben!!! Wer wünscht, dass sein/ihr Name hier NICHT veröffentlicht wird, möge das irgendwie bekanntgeben.

Die GewinnerInnen werden hier – nach Ende der Auswertung – bekanntgegeben.

Oja, es gibt zwei Preise:

Den Hauptpreis, den der/die gewinnt, der/die das m.E. beste/kreativste/lustigste (und zugleich wettbewerbsregelkonforme) Wort mit 5 (oder mehr) „l“s findet.

Der/Die ZusatzgewinnerIn wird aus allen regelkonformen Einsendungen gezogen. (Ich schreibe jedes eingesendete Wort extra mit Namen auf einen je gleich großen Zettel auf, bevor ich es ziehe. Ich suche mir außerdem einen Notar, nein, Zeugen, für die Ziehung.)

Nun zu den Preisen (war schon irgendjemand gespannt darauf?):

Der Hauptpreis: zur Auswahl: ein Gast-Blogeintrag (den ich akzeptiere) oder ein gemeinsam mit mir geschriebener Blogeintrag.

Der Zufallspreis (Zusatzpreis): eine Einladung zum Café irgendwo in Linz (Location mit mir auszumachen).

Einzulösen sind beide Preise im Jahr 2011.

 

Und wer sich denkt, „die Pleise sind nichts fül mich“, der/die möge einfach nicht teilnehmen.

Viel Erfolg! Und ich freu mich ehrlich auf eure Einsendungen!

PS: Und was hat das mit Theologie zu tun??? Ganz einfach: Ich nehme mir vor, heuer noch mehr neue, aktuelle Wörter für alte Inhalte zu finden … Sprachfähigkeit ist der erste Schritt zur Theologiefähigkeit. Sprachfähigkeit kann man trainieren. Punkt. Und: Ein neues Jahr darf mit einem außergewöhnlichen Unternehmen starten, auch abseits der Theologie.

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5 Antworten zu “„Flühlingslolle“ – der Neujahrswettbewerb

  1. Das finde ich einen lustigen Wettbewerb. Aber schwierig. Mir fällt da ad hoc gar nix ein. Aber vielleicht pack ich diese Woche mal die Scrabble-Steine aus und übe. Denn die Preise klingen attraktiv 😉

  2. Ein Tipp für alle, die mitmachen wollen beim Wettbewerb:
    Die Chancen, den Hauptpreis zu gewinnen, sind größer, wenn man/frau sich nicht in die Karten blicken lässt und mir eine FB-Nachricht oder eine E-Mail schickt.
    Tipp-Ende.

  3. Habe soeben auf FB eine Wettbewerbsrichtlinie erklärt:

    R.H. teilt mit, dass „max. 5 (voneinander unabhängige) Wörter mit 5 „l“s einschicken“ bedeutet, dass z.B. „Apfelbaum“ und „Marmeladeapfel“ von der gleichen Person NICHT GÜLTIG sind. Weil in beiden das gleiche Wort („Apfel“) drinnensteckt. Ich werde allen bisherigen EinsenderInnen, die „voneinander abhängige“ Wörter eingeschickt haben, diese Erklärung weiterleiten.

    Letzteres ist schon passiert. Ich wünsch euch noch viel angenehmes Kopfzerbrechen beim Finden von Wortkreationen!

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