Frohe Ostern!

Aus meinen Predigtgedanken zum Ostersonntag (zu Joh 20,1-18):

Heuer spricht mich ein Aspekt des Evangeliums besonders an: Die Vermutung Marias, Jesus sei ein Gärtner. Diese Bezeichnung ließ mich immer wieder schmunzeln.

Für mich hat aber dieser „Gärtner“ heuer eine größere Gewichtung bekommen: In einem Garten, in Getsemani, wurde Jesus verhaftet. In einem Garten in der Nähe der Kreuzigungsstätte wurde Jesu Leichnam bestattet, so sagt es uns das Johannesevangelium ein paar Verse davor. Und in diesem Garten scheint Jesus der Maria von Magdala ein Gärtner zu sein.

Am Anfang der Zeit wird Gott selbst als Gärtner beschrieben: Er legte einen Garten an, den Garten Eden, das Paradies. Aus diesem Garten wurden die Menschen vertrieben und der Tod wurde zum Begleiter der Menschen. Die Urschuld Adams.

Jesus wird bei Paulus öfters als Gegenpol zu Adam beschrieben. Adam hat den Menschen den Tod gebracht – Jesus hat den Tod besiegt, den Tod überwunden. Adam hat als erster gesündigt, Jesus hat als erster nicht gesündigt, keine Schuld auf sich geladen.

Und wir könnten sagen: Adam hat den Garten verloren, Jesus hat im Garten neues Leben gefunden. Der Garten – ein Symbol für neues Leben, für das Paradies? In dem Gedanken, Jesus sei der „Gärtner“, kann man aber auf jeden Fall eine indirekte Gottesbezeichnung entdecken: Jesus, Sohn eines Zimmermanns, aber auch Sohn Gottes, des ersten Gärtners.

In diesem Sinne wünsche ich dir / Ihnen ein gesegnetes Osterfest, sowie Zeichen der Auferstehung im täglichen Leben und in der Natur, im „Garten Gottes“!

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